Karrierewege an Hochschulen für angewandte Wissenschaften 

Zehn gute Gründe für eine Professur an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften

1.    Sie geben Ihr Wissen und Ihre Erfahrungen an junge Menschen weiter.
2.    Neben der Lehre können eigene (Forschungs-)Themen gestaltet und bearbeitet werden.
3.    Sie forschen mit Anwendungsbezug.
4.    Theorie und Praxis werden miteinander verknüpft.
5.    Es erwartet Sie ein sicherer Arbeitsplatz.
6.    Bei einer W2-Professur erwartet Sie eine interessante Besoldung.
7.    Beruf und Familie lassen sich unter einen Hut bringen.
8.    Die Hochschulen bieten Einarbeitungsprogramme und kontinuierliche Fortbildung.
9.    Sie arbeiten in überschaubaren Gruppen und genießen eine persönliche Atmosphäre auf dem Campus.
10.  Dank steigender Ausschreibungen bestehen gute Berufsaussichten.


Was ist das Besondere an einer Professur an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften

Die Berufsoption „Professor_in an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften“ ist vielen jungen Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen nicht präsent. Der größte Anteil der für eine Professur geeigneten Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen hat aufgrund der oftmals noch klassischen universitären Ausbildung bis zur Promotion, wenig bis gar keine Vorstellungen über die Tätigkeit an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW).

Das Berufsbild der HAW-Professur unterscheidet sich in einigen Punkten wesentlich von dem einer Professur an einer Universität. Vor allem – wie der Name schon sagt – steht der Anwendungsbezug im Fokus von Studium und Forschung. Die direkte Schnittstelle zur Praxis ist deswegen wichtig. Entsprechend sollen Professoren/innen an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften neben der wissenschaftlichen Qualifikation auch über mehrjährige Erfahrung in der beruflichen Praxis verfügen.

Die Lehre hat einen besonders hohen Stellenwert an den Hochschulen für angewandte Wissenschaften. Entsprechend liegt das Lehrdeputat für eine Vollzeitprofessur in der Regel bei 18 Semesterwochenstunden. Entsprechend wichtig ist, dass man gerne lehrt, seine pädagogischen Kompetenzen ausbaut und Freude am Umgang mit den Studierenden hat. In der Forschung spielt der direkte Wissens- und Technologietransfer von der Hochschule in die berufliche Praxis eine sehr große Rolle. Die Forschungsaktivitäten werden von daher oftmals in direkter Zusammenarbeit mit Unternehmen und Institutionen durchgeführt.

Die HAW, als praxisorientierte Lehr- und Wissenschaftsinstitution, bietet jungen Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen gute Aufstiegschancen, wenn sie als wichtigste Berufungsvoraussetzung für eine Professur Berufspraxis vorweisen können. Diese Qualifikation fehlt vielen potenziellen Kandidaten. Allerdings gibt es inzwischen diverse Programme und Karriereoptionen, die den Erwerb der nötigen Berufspraxis ermöglichen. Die Hochschulen bieten in der Regel eine entsprechende Karriereberatung an.

Aufgrund der besonderen Berufungsvoraussetzungen ist die Bewerberlage heute oftmals noch überschaubar. Die Erfolgsaussichten bei einer Bewerbung - wenn man die formalen Kriterien erfüllt und fachlich passt - sind daher sehr gut. Letztendlich entscheiden über eine erfolgreiche Berufung aber natürlich immer die fachliche und persönliche Passung.