1. Transferkonferenz -
Hochschule plus Mittelstand: Innovationsallianz für die Region

Hochschule und Mittelstand ziehen an einem Strang

Die Hochschulallianz für den Mittelstand wurde 2014 ins Leben gerufen, um Hochschulen für angewandte Wissenschaften als regionale Entwicklungszentren eine Stimme zu geben. Insbesondere die Potenziale der Netzwerkstruktur zwischen Hochschulen und Mittelstand, sowie Politik und Gesellschaft sind Teil der Kommunikationsagenda.

Um gemeinsam hochschulspezifische und wirtschaftliche Anliegen zu diskutieren, wurde eine Transferkonferenz initiiert. Die Transferkonferenz macht auf aktuelle Chancen und Herausforderungen in angewandter Forschung und regionaler Innovation aufmerksam.


Plenum 1. Transferkonferenz im Haus der Bundespressekonferenz
Plenum 1. Transferkonferenz im Haus der Bundespressekonferenz

(Quelle: Matthew Schoenfelder; ©2016 Hochschulallianz für den Mittelstand e.V.)

Pionierkonferenz zum Wissenstransfer

Am 28. September 2016 von 10 bis 16 Uhr fand die erste Berliner Transferkonferenz im Haus der Bundespressekonferenz statt. Nach der Devise „Hochschule plus Mittelstand – eine Innovationsallianz für die Region“ stand der innovative Fortschritt durch eine Partnerschaft von Hochschulen zwischen kleinen und mittelständischen Unternehmen im Fokus.

Mitveranstalter der ersten HAfM Transferkonferenz waren der Stifterverband der deutschen Wissenschaft und die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsgemeinschaften (AiF). Zentrale Referenten waren der Abteilungsleiter des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, Graf Kielmannsegg, der Rektor der HHL Leipzig Graduate School of Management, Prof. Dr. Andreas Pinkwart, sowie der Mitinhaber der Firma wolfcraft, Thomas Wolff.

 

 

Thomas Sattelberger, Vorsitzender des Beirates der Hochschulallianz für den Mittelstand e.V.
Thomas Sattelberger, Vorsitzender des Beirates der Hochschulallianz für den Mittelstand e.V.
Prof. Dr.-Ing. Peter Ritzenhoff, Rektor der Hochschule Bremerhaven mit den Podiumsgästen
Prof. Dr.-Ing. Peter Ritzenhoff, Rektor der Hochschule Bremerhaven mit den Podiumsgästen
Podiumsdiskussion mit v.l.n.r. Prof. Dr.-Ing. Peter Ritzenhoff, Thomas Wolff, Prof. Dr. Hartmut Ihne, Dr. Volker Meyer-Guckel, Dr. Thomas Kathöfer
Podiumsdiskussion mit v.l.n.r. Prof. Dr.-Ing. Peter Ritzenhoff, Thomas Wolff, Prof. Dr. Hartmut Ihne, Dr. Volker Meyer-Guckel, Dr. Thomas Kathöfer

(Quelle: Matthew Schoenfelder; ©2016 Hochschulallianz für den Mittelstand e.V.)

Überblick zu Referaten und Präsentationen

Auf der ersten Berliner Transferkonferenz zeigen etablierte Hochschulpolitiker*innen, Forscher*innen und Geschäftsführer*innen die Relevanz interdisziplinärer Zusammenarbeit auf.

Hier können Sie eine kurze Zusammenfassung der Präsentationen lesen und die Vorträge zur Fachtagung "Hochschule plus Mittelstand - eine Innovationsallianz für die Region" downloaden:

  • Einführungsreferat
    Prof. Dr. Hans-Hennig von Grünberg
    Der Vorstandsvorsitzende der Hochschulallianz für den Mittelstand und Präsident der Hochschule Niederrhein leitete die Konferenz ein. Er betrachtet hierbei Transfer als Brückenbauer zwischen erkenntnisorientierter Forschung an HAW und praxisorientierter Anwendung der wissenschaftlichen Ergebnisse in regionalen mittelständischen Unternehmen.

  • „Die Hochschule in der Hightech-Strategie – Innovationspool und Kompetenzschmiede“
    Matthias Graf von Kielmansegg
    Der Leiter der Abteilung „Grundsatzfragen; Strategie; Digitaler Wandel“ im Bundesministerium für Bildung und Forschung thematisiert Kampagnen, wie die deutschen Forschungscampi. An diesen Standorten vereinen sich wissenschaftliches und wirtschaftliches Know-How in zielorientierten Innovationsprojekten.

  • „Hochschulen als regionaler Innovations- und Talentnukleus - Mittelstand im Demografischen, Digitalen und Generationenumbruch“
    Thomas Sattelberger
    Als Vorsitzender des Beirates der Hochschulallianz für den Mittelstand e.V. hebt Thomas Sattelberger
    den starken Fachkräftemangel in den naturwissenschaftlichen Bereichen hervor. In naher Zukunft könnten demnach vor allem kleine und mittelständische Unternehmen Schwierigkeiten haben, hochqualifizierte Führungspositionen neu zu besetzen. Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Zusammenschluss mit dem Mittelstand setzen hier an, indem sie regionale Entwicklung fördern. Sie können ihren spezifischen Beitrag zu einer sozialen Innovation leisten.

  • Die Philosophie der AiF und die Frage: „Wem nützt das Transfer-Geschehen zwischen Hochschule und Wirtschaft?“
    Dr. Thomas Kathöfer
    Den KMU, die bedeutendste Wirtschaftssäule Deutschlands, fehle es, Dr. Thomas Kathöfer zufolge, an neuen Ideen. Hauptgründe seien geringe finanzielle Mittel, die insbesondere für anwendungsorientierte Forschung knapp ausfallen. Dr. Thomas Kathöfer bezeichnet themenorientierte Forschungsvereinigungen zwischen Hochschulen und mittelständischen Unternehmen als beidseitige Bereicherung. Die Arbeitsgemeinschaft Industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. trage, nach ihrem Hauptgeschäftsführer Dr. Thomas Kathöfer, zum Netzwerken bei. Auch nimmt sie die Verantwortung für gesellschaftliche Herausforderungen, wie Nachhaltigkeit, an und bettet sie in Innovationscluster ein.

  • „Hochschule als Innovationstreiber in der Region“
    Thomas Wolff
    Nach Thomas Wolff, Geschäftsführer der Firma wolfcraft GmbH, interessieren sich kleine und mittelständische Unternehmen mehr für individuell problemlösende Forschungsprojekte. Die Hochschulen in der unmittelbaren Region wären für KMU erreichbarer und können potenzielle neue Arbeitnehmer*innen qualifizieren. Differenzen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sind offenkundig, doch die Stärken beider Kooperationspartner*innen ergänzen sich. So profitiert der Wissenstransfer in den Mittelstand und der Praxistransfer in die Hochschulen genau von ebendiesen Differenzen.

  • „Das Zusammenspiel von Hochschule und regionaler Wirtschaft – Mehrwert für die Region“
    Prof. Dr. Michael Braun
    Der Präsident der Technischen Hochschule Nürnberg zeigt auf, dass regionale Hochschulen für angewandte Wissenschaften Absolvent*innen als qualifizierte Arbeitskräfte für den Mittelstand fordern und fördern. Da die materiellen Ressourcen für HAW beschränkt seien, plädiert Prof. Dr. Michael Braun für erhöhte Fördermittel und mehr Forschungsprofessuren.

  • Schlussbemerkungen
    Prof. Dr. Hans-Hennig von Grünberg
    Der Vorstandsvorsitzende der Hochschulallianz für den Mittelstand und Präsident der Hochschule Niederrhein grenzt Wissenschaft und Nutzen als ambivalente Bedeutungen ab. Doch hinsichtlich des Transfers zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sei angewandte Forschung angebracht. Sie stiftet großen Nutzen und lässt durch Innovationen viel Kapital erwirtschaften. Für Innovationen sind laut Prof. Dr. Hans-Hennig von Grünberg sowohl wissenschaftliches Know-How als auch unternehmerische Netzwerke und Kompetenzen gefragt.
    Die Forscher*innen müssten darauf achten, ihre Erkenntnisse für die Wirtschaft nutzbar zu machen. Die Mittelständler*innen müssten sich in Fragetechniken üben und den praktischen Nutzen aus den Erkenntnissen herausfiltern. So könnten Partnerschaften zwischen Wissenschaft und Wirtschaft branchenspezifische Innovationszyklen voranbringen.

     

Thomas Wolff, Mitinhaber und Geschäftsführer der wolfcraft GmbH
Thomas Wolff, Mitinhaber und Geschäftsführer der wolfcraft GmbH
Matthias Graf von Kielmansegg, Leiter der Abteilung „Grundsatzfragen; Strategie; Digitaler Wandel“ im BMBF
Matthias Graf von Kielmansegg, Leiter der Abteilung „Grundsatzfragen; Strategie; Digitaler Wandel“ im BMBF
Prof. Dr. Michael Braun, Präsident der Technischen Hochschule Nürnberg
Prof. Dr. Michael Braun, Präsident der Technischen Hochschule Nürnberg

(Quelle: Matthew Schoenfelder; ©2016 Hochschulallianz für den Mittelstand e.V.)

Impressionen der ersten Fachtagung Hochschulallianz für den Mittelstand

Die Berliner Transferkonferenz am 28. September 2016 fand im imposanten Ambiente vom Haus der Bundespressekonferenz statt. Dem entsprach auch die feierliche Stimmung zu der Premiere der Transferkonferenz „Hochschule plus Mittelstand – eine Innovationsallianz für die Region“. Blicken Sie kurz zurück auf die Geschehnisse des Tages.

Weitere Informationen zu der ersten Transferkonferenz

Wenn Sie das Meinungsbild der ersten Fachtagung von 2016 erfahren möchten, können Sie sich die Statements der Konferenzteilnehmer*innen anhören. Hierbei wird Ihnen ein persönlicher Eindruck von den Redner*innen vermittelt. Auch können Sie sich ihr eigenes Bild zu der Atmosphäre der ersten Transferkonferenz in der Geschichte der Hochschulallianz für den Mittelstand machen.

Für weitere allgemeine Informationen über die erste Transferkonferenz können Sie gerne die Berichterstattung vom Deutschlandfunk nachverfolgen. Diesen Artikel können Sie sowohl audiovisuell als auch schriftlich erhalten.

Wann die nächste Fachtagung der Hochschulallianz für den Mittelstand veranstaltet wird, ist in Kürze zu sehen.

 

 

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