2. Transferkonferenz -
Regionaler Transfer 4.0: Digitalisierung und Innovation für den Mittelstand

Fachkräftemangel im Mittelstand

Die Zeit für den deutschen Mittelstand wird knapp: Wer sein Unternehmen nicht konsequent digitalisiert, wird kaum am Markt bestehen können. Die Technisierung schreitet mit immer größeren Sprüngen voran und erfordert branchenspezifisches Know-how. Doch wer bildet die nötigen IT-Spezialist*innen aus? Welche Anreize können potenzielle Arbeitnehmer*innen überzeugen, sich in der Provinz niederzulassen?

Nach einer aktuellen Umfrage bezeichnen 78 Prozent der befragten mittelständischen Unternehmen es als „schwer“ oder „eher schwer“ qualifiziertes Personal zu finden. Ein Problem mit erheblicher strukturpolitischer Relevanz für die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands.


Plenum der 2.Transferkonferenz
Plenum der 2.Transferkonferenz

(Quelle: Matthew Schoenfelder; © 2018 Hochschulallianz für den Mittelstand e.V.)

Fachkonferenz zum Digitalisierungwandel

Die 2.Tagung „Regionaler Transfer 4.0: Digitalisierung und Innovation für den Mittelstand“ wurde am 24. Januar 2018 im Haus der Bundespressekonferenz veranstaltet. Innerhalb der Tagung wurden Chancen zur Stimulierung von Digitalisierungs- und Innovationsprozessen debattiert.

Im Vordergrund stand der potenzielle Beitrag, den die Vernetzung von Hochschulen und regionalen kleinen und mittelständischen Unternehmen leisten könnte. Repräsentant*innen der Wissenschaft, Wirtschaft und Politik reflektierten über das gemeinsame Ziel, Digitalisierungsschübe gekonnt zu bewältigen und mitzugestalten.

 

Berufliche Diversität der Vortragenden

Die Thematik zeigte sich auf der Konferenz durch drei Keynotes aus verschiedensten Sichtweisen: Einerseits von Seiten der Wirtschaft durch Dr. Gerhard F. Braun, den Vizepräsidenten der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände. Andererseits brachte Dr. Robert Schröder den Brüsseler Blick aus dem Kabinett von Forschungskommissar Carlos Moedas mit. Schließlich referierte Ministerialdirektor Matthias Graf von Kielmansegg aus dem Bundesministerium für Forschung und Bildung als Vertreter der nationalen Politik.

Weitere Präsentationen hielten leitende Unternehmer*innen wie der Serial Entrepreneur und Gründer der Code University, Thomas Bachem und der Chief Digital Officer der Viessmann Group, Dr. Markus Pfuhl. Auch die Präsidentin des Verbands deutscher Unternehmerinnen, Stefanie Bschorr, trug ihr Anliegen bei.

 

 

Stephanie Bschorr, Präsidentin Verband deutscher Unternehmerinnen
Stephanie Bschorr, Präsidentin Verband deutscher Unternehmerinnen
Dr. Markus Pfuhl, Chief Digital Officer (CDO) Viessmann Energy Solutions und Mitglied des Verwaltungsrats der Viessmann Group
Dr. Markus Pfuhl, Chief Digital Officer (CDO) Viessmann Energy Solutions und Mitglied des Verwaltungsrats der Viessmann Group

(Quelle: Matthew Schoenfelder; © 2018 Hochschulallianz für den Mittelstand e.V.)

Überblick zu Referaten und Präsentationen

Zusammenarbeit, um gemeinsam Digitalisierung in der Forschung voranzubringen und im Mittelstand zu integrieren – Eine Ambition, die vor allem 2018 in den Transferkonferenzvorträgen etablierter Hochschulpolitiker*innen, Forscher*innen und Geschäftsführer*innen deutlich wurde.

Hier können Sie eine kurze Zusammenfassung der Präsentationen lesen und die Vorträge zur Fachtagung „Regionaler Transfer 4.0: Digitalisierung und Innovation für den Mittelstand“ downloaden:

  • „Potentiale und Chancen regionaler Innovationscluster“
    Dr. h.c. Thomas Sattelberger
    Als Vorsitzender des Beirates der Hochschulallianz für den Mittelstand e.V. nennt Dr. h.c. Thomas Sattelberger die wenigen Innovationen und Start-Up Etablierungen als Anlass, die regionale Internationalität bedeutsamer zu machen. Nach dem Vorschlag von Miriam Meckel, Chefredakteurin der Wirtschaftswoche, könne der Versuch einer „digitalen Sonderwirtschaftszone“ gewagt werden. Es gebe weniger Bürokratie, mehr Innovationsgeist und der Schwerpunkt liege auf dem MINT-Bereich. Hierfür könne die Hochschulallianz für den Mittelstand durch ihren Wissenstransfer eine Bereicherung sein.

  • „Warum wir eine Deutsche Transfergemeinschaft brauchen“
    Prof. Dr. Hartmut Ihne
    Der Präsident der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, Prof. Dr. Hartmut Ihne, schlägt eine „Deutsche Transfergemeinschaft“ vor, die den Prozess vom Wissens- zum Praxistransfer und gesellschaftlichen Nutzen organisiert. In diesem Rahmen fördert die Hochschulallianz für den Mittelstand die bundesweite Partnerschaft zwischen den Hochschulen für angewandte Wissenschaften, sowie kleinen und mittelständischen Unternehmen.

  • „Zum Verhältnis von AiF und DTG“
    Dr. Thomas Kathöfer
    Durch die AiF und DTG entstünden weitere regionale Innovationszentren in Zusammenarbeit mit HAW und KMU. Laut dem Hauptgeschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. könnte sich der Mittelstand im internationalen Wettbewerb besser positionieren. Angewandte Forschung, in Kombination mit innovativen Ideen, könnte Deutschland in Zeiten der Digitalisierung wirtschaftlich voranbringen.

  • „Digitale Transformation - Strategien und Erfahrungen der Viessmann Gruppe“
    Dr. Markus Pfuhl
    Chief Digital Officer (CDO) Viessmann Energy Solutions und Mitglied des Verwaltungsrats der Viessmann Group, Dr. Markus Pfuhl, stellt die Viessmann Gruppe vor. Zentrale Geschäftsbereiche sind Heiz- und Kühlsysteme, sowie die Energieversorgung von industriellen Anlagen. Der Digitalisierungswandel verändere sowohl die Kund*innen, die Verkaufsplattformen als auch die Anforderungen an die Produkte. Um den neuen Erwartungen gerecht zu werden, hält die Viessmann Gruppe strategische Treffen und interdisziplinäre Workshops ab. Sie investieren zudem in Forschung und regionale Innovation.

  • „Digitalisierung und Innovation - Herausforderungen für den Mittelstand“
    Stephanie Bschorr
    Die Präsidentin des Verbands deutscher Unternehmerinnen zeigt, dass die deutsche Wirtschaft die Digitalisierung nutzen kann, um stärker zu wachsen. Dafür benötige sie geeignete politische Unterstützung. Voraussetzung für ein Deutschland als zukünftige Digitalisierungsnation wäre der Ausbau einer bundesweiten digitalen Infrastruktur. Zusätzlich müssten die regionalen kleinen und mittelständischen Unternehmen gefördert werden, die unter der Urbanisierung leiden. Die Hochschulallianz für den Mittelstand könnte den KMU erleichtern, mit regionalen Hochschulen für angewandte Wissenschaften Kontakt aufzunehmen. Auch die Fokussierung auf Frauen im naturwissenschaftlichen Berufsfeld könne eine lukrative Gelegenheit darstellen.

  • „Sachsen-Anhalts Hochschulen auf dem Weg zu Transferhochschulen“
    Prof. Dr. Anne Lequy & Dr. Peter-Georg Albrecht
    Nach der Rektorin der Hochschule Magdeburg-Stendal und dem Referent im Prorektorat Studium, Lehre und Internationales, seien Sachsen-Anhalts Hochschulen bestens für Transfer geeignet. Ihre Mitarbeiter*innen und Student*innen in der angewandten Forschung seien offen, verlässlich und zielorientiert. Für eine effiziente Zusammenarbeit müssten Fordern und gefordert werden im Einklang stehen. Aufgrund des ansässigen Mittelstands, sowie dem Wunsch nach wirtschaftlicher Verbesserung, sei der Standort Sachsen-Anhalt ideal für die Hochschulallianz.

Für einen kompletten Einblick in den Ablauf der 2. Berliner Transferkonferenz dient Ihnen das Konferenzpapier.

 

 

Dr. h.c. Thomas Sattelberger, MdB, Beiratsvorsitzender der Hochschulallianz
Dr. h.c. Thomas Sattelberger, MdB, Beiratsvorsitzender der Hochschulallianz
Prof. Dr. Anne Lequy und Dr. Peter-Georg Albrecht
Prof. Dr. Anne Lequy und Dr. Peter-Georg Albrecht
Prof. Dr. Hartmut Ihne, Präsident der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
Prof. Dr. Hartmut Ihne, Präsident der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg

(Quelle: Matthew Schoenfelder; © 2018 Hochschulallianz für den Mittelstand e.V.)

Impressionen der zweiten Fachtagung HAfM

Im Haus der Bundespressekonferenz, einem Ort von politischer Bedeutung, wurde am 24. Januar 2018 die 2. Berliner Transferkonferenz abgehalten. Lenken Sie nun Ihre Aufmerksamkeit auf die Ereignisse der Fachtagung „Regionaler Transfer 4.0: Digitalisierung und Innovation für den Mittelstand“.

Weitere Informationen zu den Transferkonferenzen

Als Vorgänger dieser Tagung ist die 1.Transferkonferenz 2016 Pionierin. Sie thematisierte die Relevanz des Zusammenschlusses von Hochschulen für angewandte Wissenschaften und dem Mittelstand für die weitere Entwicklung Deutschlands. Beide Seiten können Wissens- und Praxistransfer miteinander vereinen. So können Arbeitnehmer*innen ausgebildet werden, die Erfahrungen in der Wissenschaft und Wirtschaft vorweisen.

Für erste Eindrücke zu der Stimmung auf der vergangen Transferkonferenz 2016, sind Ihnen die Statements der Konferenzteilnehmer*innen zu empfehlen. Mithilfe der subjektiven Einschätzungen können Sie sich individuell ein Bild von den Verantwortlichen und der Location machen.

Welche Konferenz für Vertreter*innen und Interessierte der Hochschulallianz für den Mittelstand in naher Zukunft ansteht, können Sie in Kürze nachschauen.

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